Über mich
Käfig der Normalität
Viele der Themen, die mich heute psychologisch, wissenschaftlich und persönlich beschäftigen, begleiten mich seit vielen Jahren. Rückblickend beschreibe ich es als ‚Käfig der Normalität‘: die Erfahrung, dass gesellschaftliche Normen Orientierung geben können, aber zugleich beeinflussen, wie wir uns selbst sehen, welche Möglichkeiten wir wahrnehmen und welchen Platz wir uns in der Welt zugestehen.
Meine Arbeit verbindet psychologische, systemische und gesellschaftliche Perspektiven. Denn viele Herausforderungen entstehen nicht losgelöst vom Menschen, sondern im Zusammenspiel mit seinen Beziehungen, seinem Umfeld und den Erwartungen, die ihn begleiten.
Meine Haltung
Wir leben in einer Gesellschaft, die häufig vom Wunsch nach ‚mehr‘ geprägt ist: mehr Leistung, mehr Erfolg, mehr Anerkennung, mehr Perfektion. Dabei gerät leicht aus dem Blick, was Menschen jenseits dieser Erwartungen ausmacht – ihre eigenen Werte, Bedürfnisse und Lebensentwürfe. Viele Menschen erleben einen hohen Druck, bestimmten Vorstellungen von Erfolg, Attraktivität oder Zugehörigkeit zu entsprechen. In queeren Lebenswelten können sich diese Dynamiken auf besondere Weise zeigen.
Der Fokus meiner Arbeit liegt nicht darauf, was Menschen ‚falsch machen‘, sondern darauf, wie sie zu dem geworden sind, was sie heute sind. Mich interessiert nicht nur, womit jemand kämpft, sondern auch, was ihn geprägt hat, welche Werte ihn tragen und welche Erfahrungen in sozialen Systemen sein Leben geformt haben. Neue Perspektiven entstehen oft dort, wo Menschen sich gesehen, verstanden und ernst genommen fühlen.